Leseeindruck zu »Ein Sommer aus Stahl« von Silvia Avallone

Ein Sommer aus Stahl

von


Belletristik · Klett-Cotta · · Gebunden · 415 S. · ISBN 9783608938982
Sprache: de · Herkunft: it

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Die Welt beginnt mit vierzehn

Leseeindruck vom 27.04.2011 · noch unbewertet · noch unkommentiert

Lucchini ist ein Ortsteil der Industrie- und Hafenstadt Piombino, die am Tyrrhenischen Meer gegenüber der Insel Elba liegt. Eisenhüttenwerkwerk mit Kokerei, zwei Hochöfen, Oxygenstahlwerk und diverse Walzstraßen dominieren die Ansicht. Vor zwanzig Jahren war hier Hochkonjunktur. Jetzt werden die Werke geschlossen, rosten vor sich hin, und viele Arbeiter sind entlassen worden. Sie wohnen mit ihren Familien in der heruntergekommenen Hochhaussiedlung – ein Ort des Elends.

Große Rohre leiten die schädlichen Abwässer ins Meer, der Strand ist voller Abfälle. Niemand würde sich hier gerne niederlassen, aber für die Menschen der Siedlung ist hier das Paradies auf Erden. Francesca und Freundin Anna kann man hier immer treffen. Sie stürzen sich in die Fluten oder räkeln sich auf ihren Laken. Wiewohl noch keine vierzehn Jahre alt, sind sie sich doch schon ihrer schönen Körper bewusst, die die Blicke der Männer auf die leicht verrutschten Bikinis ziehen.

Enrico, Francescas Vater, hängt auf seinem Balkon und beobachtet die beiden lüstern durch sein Fernglas. Zwar regt er sich tierisch auf, sie gäben sich wie Huren, aber die eigene animalische Alarmbereitschaft spricht eine andere Sprache.

Montags gegen 10.30 Uhr bieten sich die Mädels ihren Nachbarn in nackter Schönheit. Sie posieren vor dem Badezimmerfenster, umarmen und liebkosen sich – ein Striptease, der sie vielleicht in eine gefährliche Situation bringen kann.

Annas Bruder Alessio hat einen Job als Vorarbeiter im Stahlwerk. Weil ein Jüngelchen sich abfällig über Anna geäußert hat, kriegt der erst einmal eine Abreibung.

Eine ernste Leseprobe. Sehr bildhaft beschreibt die Autorin die Stimmung der sterbenden Stadt und – im Gegensatz dazu – das jugendliche Treiben am hässlichen Strand. In dieser verarmten Gegend tummeln sich Asoziale und Kriminelle, denen die Mädels, die mit dem Feuer spielen, bestimmt schon aufgefallen sind. Wie werden sich Vater und Bruder verhalten? Lockere Spielereien oder gar voreheliche Beziehungen werden sie nicht tolerieren. Und auch im heutigen Italien gibt es noch Morde um der Ehre willen ...

Wie geht Alessios Leben weiter? Wie gerne würde er einen heißen Golf fahren. Aber bleibt ihm überhaupt sein Arbeitsplatz erhalten? Wohl kaum, denn die Verlagerung der Stahlindustrie gen Osten hat schon vor Jahren begonnen.


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